Philosophie · Cognitive Science · Informatik

Verstehen. Gestalten. Verbinden.

Anaïs Siebers

Doktorandin der Philosophie und Cognitive Scientist an der Schnittstelle von Mensch, Maschine und Bedeutung — mit einem Bachelor in Informatik als Ausgangspunkt.

Verstehen.

Ich promoviere in Philosophie zum Thema „Handeln in der digitalen Welt“ bei Prof. Dr. Markus Gabriel und forsche assoziiert im Projekt Desirable AI am Center for Science and Thought der Universität Bonn. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Subjektivität und Wissen in digitalen Lebenswelten neu formen.

Philosophie.

Epistemologie, Handlungstheorie und die normativen Grenzen technischer Systeme bilden den philosophischen Kern meiner Arbeit. Mich interessiert, wie digitale Umgebungen Autonomie, Verantwortung und unser Verhältnis zu Wissen verändern — und was sichtbar wird, wenn man die gewohnte menschliche Perspektive bewusst verlässt oder kulturelle Praktiken genauer betrachtet. Wie denken Aliens über uns?•Welches Recht gilt im Weltraum?•Rituale in Japan

Cognitive Science.

Aus der Cognitive Science verbinde ich Perspektiven auf Kognition, Urteil, Sprache und Wissensentwicklung. In meiner Masterarbeit habe ich untersucht, wie Neugier, Kreativität und soziale Interaktion die Exploration künstlicher Agenten beeinflussen; weitere Arbeiten beschäftigen sich mit maschinellem Denken, Ironie und der Frage, welche kognitiven Modelle sich sinnvoll auf technische Systeme übertragen lassen. Intrinsic Exploration-Motivation•Fast & Slow Thinking Machines•Computational Irony

Forschung.

Mensch–Maschine-Interaktion, Suchmaschinen und dezentrales Wissen verbinden die verschiedenen Linien meiner Forschung. Dabei geht es um Agency bei automatisierten Systemen, die Wirkung von Suchergebnissen und die Frage, wie technische Systeme verständlicher, hilfreicher und verantwortbarer gestaltet werden können. Agency on the Internet•Die Macht der Suchmaschinen•To Exist Is to Be Found

Gestalten.

Vor der Philosophie stand die Technik: ein Bachelor in Informatik mit Fokus auf Mensch–Maschine-Interaktion und mehrere Projekte an der Schnittstelle von künstlicher Intelligenz, Sprache und Nutzerinteraktion.

Software & KI.

Ein persönlicher, adaptiver KI-Assistent, ausgezeichnet mit dem Dr.-Hans-Riegel-Fachpreis Informatik, war eines meiner ersten größeren Projekte im Bereich künstlicher Intelligenz. Seitdem beschäftige ich mich mit Sprachassistenten, Wissensgraphen und der Frage, wie technische Systeme Informationen so verarbeiten können, dass daraus verständliche und hilfreiche Interaktion entsteht. Facharbeit•Science Slam

Mensch–Maschine-Interaktion.

Mich interessiert, wie Menschen technische Systeme wahrnehmen, verstehen und mit ihnen interagieren. Dabei geht es nicht nur um Funktionalität, sondern auch um Gestaltung, Sprache und visuelle Kommunikation: Wie müssen Schnittstellen beschaffen sein, damit komplexe Technologien zugänglich, intuitiv und zugleich verantwortungsvoll gestaltet werden können? booklet.•Entwicklung einer Typografie

Wissensrepräsentation.

Wie lässt sich Wissen strukturieren, verknüpfen und für Menschen wie Maschinen zugänglich machen? Ich beschäftige mich mit Modellen, Wissensgraphen und formalen Repräsentationen, aber auch mit der Frage, wie unterschiedliche technische Strukturen beeinflussen, was sichtbar, auffindbar und miteinander in Beziehung gesetzt werden kann.

Verbinden.

Ideen gewinnen an Wirkung, wenn sie verständlich werden, unterschiedliche Perspektiven aufnehmen und in tragfähige Vorhaben übersetzt werden. Ich verbinde Forschung, Technologie und gesellschaftliche Praxis in Kooperationen, Vorträgen und neuen Formaten.

Interaktion gestalten.

Mich interessiert, wie technische Systeme so gestaltet werden können, dass sie nicht nur funktionieren, sondern auch verständlich, hilfreich und verantwortbar bleiben. Dabei verbinde ich Perspektiven aus Philosophie, Cognitive Science und Informatik und beschäftige mich mit Fragen der Mensch–Maschine-Interaktion, der Vermittlung komplexer Inhalte und der Gestaltung digitaler Technologien aus menschlicher Perspektive.

binGut e.V.

Mit binGut e.V. entsteht ein Ort für Ideen und Projekte rund um digitale Souveränität, Bildung und offenen Wissensaustausch. Mich interessiert dabei besonders, wie technisches Wissen zugänglicher werden kann, wie Menschen digitale Entwicklungen selbstbestimmter mitgestalten können und wie aus unterschiedlichen Perspektiven gemeinsame Projekte entstehen. bingut.de Webseite •Kontakt aufnehmen

Vorträge & Science Slams.

Als Speakerin vermittle ich wissenschaftliche und technologische Themen in Vorträgen und Science Slams — verständlich, pointiert und mit einem Blick für die Verbindung zwischen Forschung, Gesellschaft und Gestaltung. Science Slam ansehen

Aktuell

News

Vorträge, Science Slams, Veranstaltungen und Publikationen — Vergangenes und Kommendes in einer gemeinsamen Chronologie.

Verstehen. Gestalten. Verbinden. Einfachheit ist häufig das Ergebnis ziemlich komplizierter Umwege.
In meiner Freizeit

Kunst & Fotografie.

Freie Arbeiten mit Farbe, Material und analoger Kamera. Ein persönlicher Gegenraum zur Forschung — offen, beobachtend und experimentell.